Generationenhaus – Genossenschaft als Umsetzungsplattform

Generationenhaus – Genossenschaft als Umsetzungsplattform

Die Genossenschaft ist eine ideale Rechtsform, um die zahlreichen Konzepte und Anforderungen eines (Mehr-)Generationenhauses nachhaltig und flexibel abzubilden.  Die Genossenschaft verfolgt die Interessen der meist unmittelbar betroffenen Mietergemeinschaft und nicht die Interessen von anonymen Investoren.

Generationenhaus mit Sozialausrichtung

Bei einem Generationenhaus wird ein nachbarschaftlicher „Versorgungsverbund“ innerhalb einer vertrauten Hausgemeinschaft angestrebt. Gerade im vertrauten Zusammenleben von älteren Menschen mit Alleinerziehenden, jungen Familien oder Studierenden ergeben sich enorme Vorteile für alle Beteiligten.  Im Grundsatz geht es darum, die Stärken des einen (Zeit, Erfahrungswissen, finanzielle Unabhängigkeit, Gesundheit, Mobilität etc.) zu nutzen, um die Schwächen des anderen (Stress, Unerfahrenheit, Armut, Krankheit, Immobilität) zu kompensieren. Das Generationenhaus funktioniert nur, wenn die Balance aus Geben und Nehmen stimmt und wenn sich alle Bewohner aktiv engagieren.  Das schafft Lebensqualität und das spart Geld und Ärger. Das Generationenhaus ist aber definitiv kein Ersatz für ein „Entertainment-Altersheim“ oder eine Pflegeeinrichtung.

Finanzielle Besonderheiten beim Generationenhaus

Für den Bau von Generationenhäusern stehen grundsätzlich die Förderprogramme des sozialen Wohnungsbaus zur Verfügung. Doch viel wichtiger ist es, einen geeigneten Initiator zu finden, der Eigenkapital bereitstellt. Dies sind oft  Einzelpersonen oder kleine Personengruppen die bereit sind, größere Beträge oder ggf. sogar das Grundstück selbst zu investieren, um sich den Traum vom Wohnen im eigenen Haus mit einer sozial engagierten Hausgemeinschaft zu erfüllen.  Aber auch bestehende Wohnungsbaugenossenschaften werden hier zukünftig aktiver auftreten.

Genossenschaft als Investor und Verwalter

Die Genossenschaft bietet die ideale Rechtsform für die Umsetzung eines Generationenhauses. So kann die Satzung regeln,  dass die Bewohner ein lebenslanges Wohnrecht erhalten, dass die Bewohner bestimmte Mindest- oder Höchstbeträge investieren müssen (z.B. 500 – 50.000 €), dass jedes Mitglied unabhängig von der Investitionssumme nur maximal drei Stimmrechte erhält oder dass die Mitglieder ein sehr starkes Mitspracherecht bei der Bewirtschaftung, bei künftigen Investitionen oder bei zukünftigen Mietpreisanpassungen haben. Mit dieser Flexibilität und Nachhaltigkeit  für fördernde und investierende Mitglieder ist dies mit anderen Rechtsformen kaum möglich.

Fazit

Die Genossenschaft bietet ideale Umsetzungsvoraussetzungen, um (Mehr-) Generationenhäuser zu realisieren. Wenn die Impulse nicht von etablierten Wohnungsbaugenossenschaften ausgehen, dann sollten sich eben Gründungsinitiativen formieren, um die Gründung einer eigenen „Generationenhaus-Genossenschaft“ zu  prüfen. Gerne helfen wir hierbei . Wir werden  dieses Thema zukünftig noch intensiver behandeln und praktische Hilfestellungen leisten.


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